Man muss sich dem Hauptgegner widersetzen

Interview mit Ghassan Nasser, Beirut

„Wenn ein Land unter Besatzung ist, muss man sich dem Hauptgegner widersetzen. Andere Widersprüche kann man später klären. Und es gab Probleme zwischen der Hisbollah und der LKP. Jetzt sind wir aber in einer Situation, in der Israel das Land, unser Land, besetzt. Wir werden aus unseren Häusern vertrieben, unsere Familien werden getötet, unser Eigentum wird geraubt, zerstört. Hisbollah hat viele politische Fehler gemacht und wird noch weitere Fehler machen wie jede andere Partei. Wer handelt, macht auch Fehler.“

Das Interview in der Jungen Welt (Berlin): https://www.jungewelt.de/artikel/522531.nahostkonflikt-man-muss-sich-dem-hauptgegner-widersetzen.html

Israelische Drohnen auf Menschenjagd im Libanon

Bericht aus Beirut, 13.05.2026

Die USA-Administration bereitet ein drittes Botschaftergespräch in Washington vor. Libanon will die Verlängerung der »Waffenruhe«. Israelische »Verteidigungsstreitkräfte« töten täglich und zerstören kulturelles Erbe. Die libanesische Hisbollah weitet Angriffe auf israelische Besatzungstruppen aus.

Der Artikel ist in der Zeitung vum Laetzebuerger Vollek (Luxemburg) zu lesen: https://www.zlv.lu/db/1/1498496699911/0

Wenn die Welt der Kinder untergeht

Der palästinensische Arzt Ghassan Abu Sitta im Interview

Abu Sitta ist Chirurg und auf plastische Chirurgie spezialisiert. Als Freiwilliger für Médecins sans Frontières (MSF) [Ärzte ohne Grenzen – Anm. d. Red.] ist Abu Sitta in vielen Kriegs- und Krisengebieten im Einsatz gewesen. Seit 2024 leitet er den neu eingerichteten Lehrstuhl für „Konfliktmedizin“ an der Amerikanischen Universität in Beirut, AUB. Seine Aussagen sind eine Anklage gegen eine Welt, die das Leid von Kindern zur Randnotiz degradiert. Was in Gaza und nun im Libanon geschieht, beschreibt der Arzt nicht als „Kollateralschaden“, sondern als systematische Zerstörung von Leben, Familien und Zukunft. Seine Erfahrungen zeigen: Der Krieg endet nicht mit Bomben – er setzt sich in den Körpern und Seelen der Überlebenden fort.

Das Interview bei den Nachdenkseiten: https://www.nachdenkseiten.de/?p=150133

Israel bombt noch immer

Journalisten im Visier – Am 22. April wurden zwei Journalistinnen von israelischen Drohnen regelrecht gejagt, als sie in Tiri, einem Ort im Bezirk von Bint Jbeil einen Angriff der israelischen Luftwaffe dokumentieren wollten. Ihre zwei Begleiter vom Zivilschutz wurden im vorausfahrenden Fahrzeug getötet. Die Journalistinnen versuchten sich in Sicherheit zu bringen. Das israelische Militär ließ weder das Rote Kreuz noch die libanesische Armee zu dem Ort des Geschehens, um die beiden Journalistinnen zu evakuieren. Etwa eine Stunde später wurde das Fahrzeug der Journalistinnen von einer israelischen Drohne zerstört. Sie brachten sich in einem Haus in Sicherheit, das kurz darauf von der israelischen Luftwaffe bombardiert wurde. Mehr als eine Stunde später erst wurde das Rote Kreuz und die libanesische Armee zugelassen. Sie konnten die Fotografin Zeinab Faraj schwer verletzt evakuieren. Israelische Soldaten feuerten dabei auf die Rettungssanitäter und warfen Blendgranaten auf das Fahrzeug. Die zweite Journalistin, Amal Khalil, eine bekannte Mitarbeiterin der libanesischen Tageszeitung Al Akhbar, konnte erst spät in der Nacht nur noch tot geborgen werden.

Weiterlesen: https://globalbridge.ch/ein-aktueller-bericht-aus-dem-libanon-israel-bombt-noch-immer/

Israel bombt und bombt – und die Welt schaut zu

Der folgende Text basiert auf einer Fahrt der Autorin durch Beirut am 13. April. Es geht um die Zerstörungen, die Israel am 8. April inmitten von Wohnvierteln in Beirut mit seinem „Blitzangriff“ verursacht hat. Die Bombardierungen dauerten 10 Minuten, berichten Augenzeugen.

Am „schwarzen Mittwoch“ tötete Israel in Beirut mehr als 350 Menschen

Das vergangene Wochenende war äußerlich ruhig in Beirut. Kliniken, Notunterkünfte, Hilfsorganisationen und die Libanesen selber versuchen, den Schock des „schwarzen Mittwoch“ in der vergangenen Woche (8.4.26) zu verkraften. Über der Stadt hängt das Brummen der israelischen Drohnen, die das Leben der Bevölkerung, ihre Wege, ihre Telefonate, ihre Gespräche scannen.

Weiterlesen: https://globalbridge.ch/israel-bombt-und-bombt-und-die-welt-schaut-zu/

Waffenruhe im Libanon – Schein oder Sein

Während dieser Text am Donnerstag, 16.4.2026, entstand, entwickelten sich politische Ansagen von US-Präsident Donald Trump, über die im Verlauf des Textes berichtet wird. Aktuell heißt es, dass am Donnerstagabend 21:00 GMT (22:00 MEZ und 24:00 Libanon) eine „Waffenruhe im Libanon“ beginnen solle. Für 10 Tage! Und was dann? Dieser Artikel über das libanesisch-israelische Botschaftertreffen in Washington und was das mit dem US-israelischen Krieg gegen Iran zu tun hat, soll Hintergrund in den medialen Nebel bringen, der über dem östlichen Mittelmeer bis zur Persischen Golfregion liegt. Was wirklich geschieht und welche Pläne die Akteure tatsächlich haben, bleibt unklar. Nichts ist gesagt über die Verluste und das Leid der Bevölkerung. Nichts ist gesagt darüber, was die ursprünglichen Bewohner dieser Region anstreben. (kl)

Weiterlesen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=149196

„Deutscher Boden“ im Libanon und einstürzende Wohnhäuser

Montag, 16. Februar 2026. Es ist früh am Morgen, als der Wagen Beirut in Richtung Norden verlässt. Ziel der Fahrt ist die nordlibanesische Hafenstadt Tripoli, wo vor wenigen Tagen weitere Wohnhäuser eingestürzt sind und 13 Menschen unter ihren Trümmern begraben wurden.

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist an diesem Morgen in Beirut aufgewacht. Dem Kurzprogramm des Bundespräsidialamtes war zu entnehmen, dass er am Abend zuvor auf dem Flughafen von Beirut gelandet war. Steinmeier soll an diesem Montag die Regierungsspitze des Libanon treffen: Präsident Joseph Aoun, Ministerpräsident Nawaf Salam und Parlamentspräsident Nabih Berri.

Eine Reportage: https://www.nachdenkseiten.de/?p=146786

A Moon will rise from the Darkness – Ein Mond wird aus der Dunkelheit aufgehen

„Ein Mond wird aus der Dunkelheit aufgehen“ ist der Titel eines Buches, das „Berichte von Israels Völkermord in Palästina“ enthält, wie der Untertitel sagt. Das Buch ist im Herbst 2025 in englischer Sprache bei Pluto Press in London erschienen und hat 178 Seiten. Das Titelbild „Kinder von Gaza träumen vom Frieden“ wurde von Malak Mattar gemalt, einer palästinensischen Künstlerin aus Gaza. Sie ging als Kind in die UNRWA-Schulen, wo ihre Mutter als Lehrerin unterrichtete. Das Buch erschien parallel in Großbritannien und in den USA. Alle Erlöse aus dem Verkauf gehen an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge, UNRWA.

Weiterlesen: https://globalbridge.ch/a-moon-will-rise-from-the-darkness-ein-mond-wird-aus-meiner-dunkelheit-aufsteigen/

Israel und die Landkarte Westasiens

Das Interview mit dem Schweizer Magazin „Zeitgeschehen im Fokus“ wurde Anfang Februar geführt. Es geht um die Geschehnisse im Iran im Januar und die westliche Darstellung davon. Es geht um Syrien und um das Projekt der kurdischen Selbstbestimmung, es geht um den Gazastreifen und das Vorgehen der USA. Die Interessen der arabischen Golfstaaten ist ein Thema und das Vorgehen Israels gegen die UN-Hilfsorganisation für palästinensische Flüchtlinge UNRWA. Deren Hauptquartier im von Israel besetzten Ostjerusalem wurde am 21. Januar d.J. von Israel zerstört. Der eklatante Verstoß gegen die UN-Charta und internationales Recht wurde international kaum kommentiert, geschweige denn verurteilt.

Weiterlesen: 260205 Zeitgeschehen Fokus Israel und die Landkarte des großen Mittleren Ostens